Wefa - Werkstatt für angepasste Arbeit

VaW - Verbund anerkannter Werkstätten

 

 

RautenberghausDas Diakoniewerk der Superintendenturen Sonneberg, Hildburghausen und Eisfeld e.V. ist Mitgesellschafter in der VaW gGmbH (Verbund anerkannter Werkstätten). Die VaW gGmbH hat ihren Sitz in Ahorn nahe bei Coburg.

Warum wurde dieser Verbund der Werkstätten 1994 gegründet?

Die Gewinnung von Aufträgen für Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und deren Organisation und Durchführung wird durch die immer höher geschraubten Anforderungen der Auftraggeber immer schwieriger. Produktion just in time, prozesssichere Fertigung, Materialwirtschaft, Materialkontrolle – einschließlich der Qualitätskontrolle und Übernahme aller Produktionsrisiken – sind neue Herausforderungen, denen sich die Werkstätten zu stellen haben. Gleichzeitig findet ein rasanter Preisverfall für erbrachte Arbeitsleistungen statt, da „Billigländer“ in unmittelbarer Nähe Produktionen zu Preisen anbieten, die in Deutschland unvorstellbar sind. Große Auftraggeber wollen zudem nicht mehr die Einzelfertigung vergeben, sondern ganze Baugruppen oder Produkte, wobei die Risiken der Planung, Beschaffung und Produktion dem Auftragnehmer übertragen werden.
Man kann sich diesen gestiegenen Anforderungen nur stellen, wenn sich die Werkstätten zusammenschließen und Synergieeffekte nutzen, deshalb ist 1994 die VaW gGmbH gegründet worden.
Die VaW gGmbH soll in der Regel Partner der Auftraggeber sein, damit die einzelne WfbM nicht mehr die Risiken, die mit dem Auftrag verbunden sind, tragen muss.

Neben der Berücksichtigung persönlicher Interessen und Fähigkeiten der Menschen mit Behinderung gilt es vor allem, niveauvolle Arbeitsaufgaben mit einem hohen Produktivitätsgrad und dementsprechend hohem Marktwert zu organisieren und auszuführen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Integration von Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten über ein gemeinsames Produkt bzw. eine gemeinsame Dienstleistung. Diese Integration konnte in Eisfeld im Rautenberghaus verwirklicht werden. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam für den Großauftraggeber Brose an der Montage von Türschlössern. Auf Grund der Komplexität des Arbeitsauftrages Türschlossmontage ergibt sich ein Tätigkeitsspektrum, welches nicht nur Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen ein gemeinsames Beschäftigungsfeld sowie Bildungsmöglichkeiten bietet, sondern gleichfalls ein gemeinsames Erfolgserleben über das Produkt.
 

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